Einordnung
LIMS, ERP, Kalibriersoftware: vier Schichten, die oft verwechselt werden.
Wer Angebote vergleicht, vergleicht häufig Werkzeuge, die verschiedene Aufgaben haben. Diese Seite sortiert die Kategorien, bevor es um Anbieter geht.
Die vier Schichten
Von unten nach oben. calServer sitzt auf Schicht drei und tauscht Daten mit den anderen aus.
Laborinstrumente
Schicht 1
Die Geräte selbst und ihre Bediensoftware. Hier entstehen Messwerte.
Kalibrierausführung
Schicht 2
Werkzeuge wie MET/CAL, die Kalibrierabläufe automatisiert abfahren. Sie können kalibrieren, aber nicht verwalten.
Kalibriermanagement
Schicht 3
Bestände, Fristen, Historie, Kalibrierscheine, Aufträge, Nachweise. Genau hier arbeitet calServer.
Kunden- und Unternehmenssysteme
Schicht 4
ERP, Buchhaltung, Kundenportal. calServer liefert die Belege dorthin, ersetzt sie aber nicht.
Die Abgrenzungsfragen, die im Einkauf gestellt werden
Ist calServer ein LIMS?
Nein. Ein LIMS verwaltet Proben und Analysen im Laborbetrieb. calServer verwaltet Prüf- und Messmittel, ihre Kalibrierungen und die Nachweise dazu. Wer Proben durch ein Labor schleust, braucht ein LIMS. Wer Prüfmittel überwacht, braucht Kalibriermanagement.
Ersetzt calServer unser ERP?
Nein, und das ist Absicht. calServer erzeugt Angebote, Lieferscheine und Rechnungen für Kalibrieraufträge, aber Buchhaltung, Lager und Personal bleiben im ERP. Über die Schnittstelle kommen die Belege dort an.
Wir haben MET/CAL. Reicht das nicht?
MET/CAL führt Kalibrierungen aus. Es sagt Ihnen nicht, welches Gerät nächsten Monat fällig ist, wem es gehört, wo es steht und ob der Kunde seinen Schein schon hat. Beides zusammen ergibt Sinn, deshalb lässt sich MET/CAL direkt aus calServer heraus starten.
Was unterscheidet calServer von Software der Gerätehersteller?
Viele Kalibrierlösungen kommen von einem Messgerätehersteller und sind auf dessen Geräte, Verfahren und Dienstleistungen ausgerichtet. calServer gehört zu keinem Hersteller: Sie verwalten Prüfmittel jeder Marke, kalibrieren selbst oder bei jedem Labor und lesen dessen Scheine ein. Die Datenbank ist dabei, und Bestand, Kalibrierung, Aufträge und Kundenportal stecken in derselben Anwendung.
Reicht uns nicht eine Excel-Tabelle?
Bis zu einer gewissen Größe ja. Kritisch wird es bei drei Dingen: wenn niemand mehr sagen kann, wer wann was geändert hat, wenn Fristen durchrutschen, und wenn ein Auditor einen Nachweis verlangt, den die Tabelle nicht liefert.
Worauf sollten wir beim Vergleich achten?
Auf ein paar Punkte, die im Datenblatt selten stehen: Kommen unsere Altdaten wirklich mit, inklusive Historie? Bekommen wir unsere eigenen Kalibrierschein-Layouts oder nur Standardvorlagen? Können wir das System bei uns betreiben, wenn die IT das verlangt? Sind wir an einen Gerätehersteller gebunden? Und brauchen wir für Datenbank oder einzelne Bereiche Zusatzprodukte?