Kernmodul

Kalibrierungen lückenlos dokumentieren.

Prozeduren, Messergebnisse, Messunsicherheiten und Kalibrierhistorie strukturiert an einer Stelle, mit direkter Anbindung an MET/TEAM und MET/BASE.

Das Problem

Wenn Kalibrierdaten auf drei Systeme verteilt sind.

Excel-Tabellen halten dem nächsten Audit nicht stand.

Kalibrierungen sind längst kein Stempel auf Papier mehr. Jede einzelne Messung muss rückverfolgbar sein: welche Prozedur lief, mit welchem Referenznormal, welche Messunsicherheit war angesetzt, wer hat freigegeben. Wenn das in Excel-Tabellen, Outlook-Terminen und einem Netzlaufwerk-Ordner zerfällt, scheitert es spätestens am nächsten Audit. Und: Wer MetTeam oder MetBase im Einsatz hat, will die dort erfassten Daten nicht doppelt pflegen. Manuelle Doppelarbeit ist die häufigste Fehlerquelle in akkreditierten Laboren.
calServer Kalibrierliste mit Kalibrierdatum, Gerät und Ergebnis

Was die Kalibrierfunktion abdeckt

Sechs Bereiche, die zusammen eine lückenlose Kalibrierdokumentation ergeben. Kein Excel-Ersatz, sondern eine normtaugliche Datengrundlage.

Vorlagen statt Freitext

Prozeduren und Testschritte

Kalibrierprozeduren werden als Vorlage definiert und auf einzelne Prüfmittel angewendet. Jeder Testschritt wird als eigene Zeile erfasst, auch bei Mehrfachmessungen.

  • Wiederverwendbare Prozedurvorlagen
  • Testschritte mit Sollwerten und Toleranzen
  • Prüfmittel-Zuordnung je Schritt

Mit Messunsicherheit

Messergebnisse

Alle Messwerte strukturiert erfassen, einschließlich Messunsicherheit, Bedingungen und Prüfer. Die Datenstruktur ist auf die Anforderungen von ISO/IEC 17025 ausgelegt.

  • Mehrfachmessungen je Schritt
  • Messunsicherheit pro Schritt
  • Sollwerte und Toleranzen aus der Vorlage

Nach ILAC-G8

Konformität mit Guard Band

Bei gepflegter Messunsicherheit rechnet calServer das Guard Band und weist die Zwischenzonen aus, statt eine Toleranzüberschreitung nur mit bestanden oder nicht bestanden zu beantworten.

  • Guard Band nach ILAC-G8
  • Zwischenzonen der Konformitätsbewertung
  • Entscheidungsregel nachvollziehbar dokumentiert

Unterscheidungsmerkmal

MET/TEAM und MET/BASE

Wer MET/TEAM oder MET/BASE einsetzt, bindet die Daten direkt an, statt sie doppelt zu pflegen. Nicht nur als einmaliger Import, sondern als laufender Abgleich.

  • Direkte Anbindung an Fluke Calibration
  • Prozeduren, Ergebnisse und Unsicherheiten in einem Zug
  • Abgleich in beide Richtungen möglich
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Historie und Normale

Rückführbarkeit

Welche Kalibrierung wurde mit welchem Referenznormal durchgeführt, und welche Prüfungen hängen daran? Die Rückführung auf das Normal ist Teil der Datenstruktur, nicht ein nachträglicher Bericht.

  • Kalibrierhistorie je Prüfmittel
  • Eigene Verwaltung für Referenznormale
  • Audit-Log auf jedem Datensatz

Kundenspezifisch, DCC und gesiegelt

Kalibrierschein erzeugen

Aus den erfassten Daten entsteht der Kalibrierschein in Ihrem Layout, mehrsprachig und kundenspezifisch. Zusätzlich als maschinenlesbarer DCC, auf Wunsch kryptografisch gesiegelt.

  • JasperReports für formatierte Zertifikate
  • Vorlagen je Kunde und Sprache
  • DCC gegen PTB-Schema 3.3.0
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Unterscheidungsmerkmal

MET/TEAM und MET/BASE anbinden.

Wer MET/TEAM einsetzt, will nichts doppelt pflegen.

MET/TEAM und MET/BASE von Fluke Calibration sind in vielen akkreditierten Laboren gesetzt, oft mit jahrelang gewachsenen Datenbeständen. calServer bindet sie direkt an: Prozeduren, Messreihen und Messunsicherheiten kommen vollständig mit. **Was das bedeutet:** - Keine Doppelpflege zwischen MET/TEAM und calServer - Neue Daten erscheinen ohne manuelles Nachladen - Ihre vorhandenen MET/TEAM-Bibliotheken bleiben nutzbar, calServer wird die Verwaltungs- und Darstellungsebene darüber - Der Umstieg läuft in Schritten, nicht über Nacht Dass diese Anbindung so tief geht, ist kein Zufall: calServer ist aus über 1.000 MET/CAL-Schulungen entstanden, in denen genau dieses Doppelpflege-Problem täglich zur Sprache kam.
calServer Prüfabläufe mit Messpunkten, Toleranzen und Messunsicherheit

So läuft eine Kalibrierung in calServer

Vom Prüfmittel-Eingang bis zum fertigen Kalibrierschein.

  1. Prüfmittel auswählen

    Prüfmittel ist im Inventar erfasst (oder wird per Excel-Import / REST-API neu angelegt). Kategorie, Standort und Prüfzyklus stehen.

  2. Prozedur zuordnen

    Prozedur-Template wird auf das Prüfmittel angewendet. Testschritte mit Sollwerten, Toleranzen und Referenznormalen sind vordefiniert.

  3. Messung durchführen

    Messwerte werden erfasst — manuell, per MetTeam/MetBase-Import oder über die REST-API. row_num-Reihenstruktur erlaubt Mehrfachmessungen, Messunsicherheiten werden pro Schritt dokumentiert.

  4. Auswertung & Validierung

    Messunsicherheit, Sollwerte und Toleranzen aus dem Template stehen jeder Messung gegenüber. Audit-Log dokumentiert jede Änderung mit Benutzer und Zeitstempel.

  5. Zertifikat erstellen

    Kalibrierschein wird per Jasper Report erstellt — in der Kunden-Vorlage, mehrsprachig. Für maschinenlesbare Zertifikate zusätzlich: DCC-Export gegen PTB-Schema 3.3.0.

  6. Wiedervorlage steuern

    Fälligkeit für die nächste Kalibrierung wird automatisch berechnet. 3-stufige Eskalation per E-Mail sorgt dafür, dass nichts mehr verloren geht.

Fragen zur Kalibrierfunktion

Ist die Kalibrierfunktion tauglich für ISO/IEC 17025?
Die Datenstruktur deckt die Bestandteile ab, die ISO/IEC 17025 fordert: Messunsicherheiten, Prozedurvorlagen, Referenznormale, Kalibrierhistorie und ein Audit-Log auf jedem Datensatz. calServer wird in DAkkS-akkreditierten Laboren produktiv eingesetzt. Die Akkreditierung Ihres Labors bleibt Ihre Verantwortung, calServer ist das Werkzeug dafür.
Welche Kalibriersysteme werden angebunden?
MET/TEAM und MET/BASE von Fluke Calibration werden direkt angebunden, einschließlich Prozeduren, Messreihen und Messunsicherheiten. Andere Systeme lassen sich über die REST-API einbinden.
Was passiert mit unseren bestehenden MET/TEAM-Bibliotheken?
Die bleiben in MET/TEAM erhalten. calServer übernimmt die Ergebnisse und wird zur Verwaltungs- und Darstellungsebene darüber. Der Umstieg kann schrittweise laufen.
Bewertet calServer die Konformität unter Berücksichtigung der Messunsicherheit?
Ja. Bei gepflegter Messunsicherheit rechnet calServer das Guard Band nach ILAC-G8 und weist die Zwischenzonen der Konformitätsbewertung aus, statt nur bestanden oder nicht bestanden zu sagen.
Wie ist der Stand bei DCC?
Der Export des digitalen Kalibrierscheins gegen das PTB-Schema 3.3.0 ist produktiv im Einsatz: maschinenlesbare, signierte Kalibrierscheine, die zwischen akkreditierten Stellen austauschbar sind.
Wie funktioniert die Fälligkeitsüberwachung konkret?
Drei Eskalationsstufen lassen sich je Prüfmitteltyp konfigurieren, typischerweise etwa 30, 14 und 3 Tage vor Fälligkeit. Je Stufe geht eine E-Mail an festgelegte Empfänger, zusätzlich zeigen Dashboard-Widgets den Stand auf einen Blick.
Was steht im Audit-Log?
Auf jedem Datensatz alle schreibenden Aktionen mit Benutzer und Zeitstempel: Änderungen an Kalibrierungen, Statuswechsel, Freigaben. Damit bekommt ein Audit eine vollständige Antwort statt einer Rückfrage.

Kalibrierungsmodul in Aktion sehen?

Lassen Sie mir einen Auszug Ihrer Prüfmittel zukommen, ich richte eine Demo-Instanz mit Ihren echten Daten ein.

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